Finnland, Asien oder doch ein Smartphone statt einer Kompaktkamera? – Teil2

Es ist schon wieder einige Zeit nach meinem letzten Post vergangen und ich hatte nun genug Möglichkeiten mich mit der gelben Flunder, dem Nokia Lumia 1020, anzufreunden bzw. alle möglichen Features und „Äbs“ anzutesten. Mein Fazit mit den Worten eines norddeutschen Foto-Bloggers: Echt geiler Scheiss! Ich vermisse Android keinen Meter und konnte bis auf den immer noch eingeschränkteren App-Shop keine Nachteile für mich feststellen. Im Gegenteil, die Möglichkeit Daten sehr einfach mit meinen Windows-Rechnern auszutauschen, zu synchronisieren und beidseitig bearbeiten zu können ist herrlich und erleichtert den täglichen Umgang mit Terminen, ToDo-Listen, Kontakten enorm.
Nokia Lumia 1020 PureView mit „Nokia Camera“ App (2013) – Quelle: Nokia

 

Und wie fotografiert es sich mit der so hochgelobten 41-Mpx Kamera? Toll! Ok, man hat im Prinzip „nur“ ein 27mm Weitwinkel mit fester 2.2er Blende. Allerdings ist die Detailauflösung für ein Handy sensationell und die eff. 38/35Mpx lassen viel Spiel für Bildausschnitte und Nachbearbeitung. Den Hardcore-Fotografen stört sicher die durch die feste Blende gleichbleibend hohe Tiefenschärfe. Wenn man sich damit aber anfreunden kann, erhält man eine Kamera, die auch dank der hervorragenden „Nokia Camera“ App, Mittelklasse- und teilweise sogar Premium-Kompaktkameras in wenig nachsteht.
Hier ein paar „Testbilder“, welche das Potential der Kamera aufzeigen sollen:

Riegel - River view mobile version
„Landschaft“ im 16:9 Format
Garden Scene #3
„Makro“ durch 7Mpx. Auschnitt
Garden Scene
„Makro“ durch 10Mpx. Ausschnitt
Riegel - Old Brewery HDR
„Software HDR“ mittels Belichtungsreihe
Shining
„Stillleben“ mit Cross-Entwicklung (23MPx. Ausschnitt)
'Vorderösterreich' Museum„Architektur“ in 4:3 (35MPx. Ausschnitt)

 Ich denke die gezeigten Bilder sind für eine Handy-Kamera durchaus brauchbar. Natürlich muss man mit ein paar Einschränkungen leben. Der Dynamik-Umfang und das Rauschverhalten sind sicher nicht so gut, wie bei einer Premium-Kompakten. Dennoch geht Nokia’s Rechnung auf, die Fülle an verfügbaren Pixeln geschickt zu einem kleineren Endbild zu verrechnen, das den Bildergebnissen anderer Handys deutlich überlegen ist. Das deutliche Mehr an Bildqualität wird ab nächstes Jahr wahrscheinlich weiter ausgebaut, wenn Nokia für das Lumia 1020 auch das Speichern von RAW-Dateien ermöglicht und die JPG-Engine weiter verbessert. Erste Beispiele im Netz zeigen schon jetzt das zu erwartende Potential bei der Weiterverarbeitung.