Von Fuji zu Canon und zurück – Teil2

Gar nicht mal so klein!

Mein erster Eindruck von der X-PRO1 war gemischt. Sie war letztlich größer als ich erwartet hatte und das Design war zwar schon in Richtung „Retro“ aber immer noch sehr modern. Der Charme der X100 war meiner Ansicht nach nicht annähernd erreicht. Was man dabei aber nicht vergessen darf, die X-PRO1 war augenscheinlich als Arbeitstier für Fotografen entworfen und nicht für ambitionierte Nostalgiker.

Fujifilm X-PRO1 (Frontansicht) – Quelle: Fujifilm

Technisch gesehen war und ist sie auf der Höhe der Zeit und mit dem neuartigen Sensor-Design, wie viele Tests und Erfahrungen von Fotografen mittlerweile gezeigt haben, den Modellen von Canon und Nikon ebenbürtig. Nichtsdestotrotz oder gerade deshalb war der Verkaufspreis der X-PRO1 relativ hoch im Vergleich zu anderen Systemkameras. Dies und die Konzentration auf Festbrennweiten als erste „Kit“-Linsen sollten vermutlich den Anspruch Fujifilms, beim Leica-Klientel zu wildern, untermauern.

Fujifilm X-PRO1 (Rückseite) – Quelle: Fujifilm

Entschleunigtes Fotografieren

Tatsächlich gab es mit der Zeit immer mehr Fotografen, die ihre liebgewonnene Canon oder Nikon-Ausrüstung teilweise oder sogar komplett verkauften, um auf eine X-PRO1 und die wenigen Festbrennweiten umzusteigen. Für den Großteil war der entscheidende Faktor der wieder erwachende Spaß am Fotografieren. Wie zur analogen Zeit wird die Blendenöffnung wieder direkt am Objektiv und die Verschlusszeiten über ein solides Drehrad neben dem Auslöser eingestellt. Der ganze elektronische „Schnickschnack“ scheint das Fotografieren nicht mehr zu dominieren, sondern nur noch maßvoll zu unterstützen. Es sieht gerade so aus, als hätte Fujifilm das digitale Fotografieren entschleunigt und den Schwerpunkt wieder auf das Motiv und den Weg dorthin gelegt.

Fujifilm X-PRO1 (Oberseite) – Quelle: Fujifilm

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