Finnland, Asien oder doch ein Smartphone statt einer Kompaktkamera? – Teil1

Nokia 6210 (2000) – Quelle: Nokia

Wie schon in einem der vorherigen Posts im Detail schon angeklungen, kommt man evtl. nicht nur beim Kamerakauf sondern auch bei vielen anderen Dingen des täglichen Lebens irgendwann wieder zu seinen Ursprüngen zurück. So wie im Folgenden auch beim Handy- oder Smartphone-Kauf. Mein erstes eigenes Handy war ein Nokia 6210. Damals DAS Handy das man unbedingt haben musste. Im Vergleich zu aktuellen Smartphones konnte man damit eigentlich nur telefonieren und SMS schreiben. Es war allerdings trotz Kunststoffgehäuse sehr wertig verarbeitet und vorallem lag es toll in der Hand. Der Akku hielt problemlos mehrere Tage und auch nach mehrmaligen Herunterfallen funktionierte es immer noch klaglos. Mit der Zeit und dem stetigen Auslaufen meiner Handy-Verträge kamen natürlich immer wieder neue und „tollere“ Handys auf dem Markt und auch in meinen Besitz. Langsam zeichnete sich auch die konsequente Weiterentwicklung zum Kleincomputer mit Touchscreen ab und die Akkulaufzeiten schrumpften von ca. einer Woche auf wenige Tage bzw. Stunden.

Samsung Galaxy S2 (2011) – Quelle: Samsung

Mein letztes aktuelles Handy war natürlich ein Samsung Smartphone mit Android-Betriebssystem, ein Galaxy S2. Und ich muss gestehen nach dem Nokia 6210 seit wirklich langer Zeit das erste Handy, dass ich wirklich gut fand und diesmal auch wirklich länger behalten wollte, als die normal üblichen 2 Jahre. Doch irgendwie scheinen die meisten Handys immer kurz vor Ende der Garantiezeit mit Kleinigkeiten das nerven anzufangen. Das Handy wird spürbar langsamer, manche neue App funktioniert nicht mehr richtig oder die Firmware-Updates haben das Handy mit immer neuen Features, die man meistens eh nicht nutzt, völlig überladen. Schon seit längerer Zeit hatte mich das so vielfach geliebte Android-Betriebssystem nicht mehr überzeugt. Klar, es gibt jede Menge Apps und Spiele. Allerdings braucht man am Ende immer nur die gleichen 10-15 Programme äh „Äbs“ und der heruntergeladene Rest vergammelt nach einmaliger Anwendung im Speicher. Die vermutlich für den Großteil der Nutzer wichtigsten Apps, wie „Facebook“, „WhatsApp“, „Amazon“, etc. gibt es mittlerweile auf jedem der drei großen Betriebssysteme (iOS, Android und Windows Phone).

Nokia Lumia 925 (2013) – Quelle: Nokia

Ich für meinen Teil hatte schon länger ein Auge auf die neuen Windows-Handys von Nokia geworfen, da mir als Win8-Fan die schlichte und einfach konfigurierbare Oberfläche sehr gut gefiel. Ärgerlich war allerdings der meist nicht erweiterbare Speicher, der wie z.B beim für mich sehr interessanten Lumia 925 mit 16GB mehr als nur unterdimensioniert ist. Vorallem wenn in der Werbung die hervorragende Kamera in den Vordergrund gestellt wird, die mit dem damit sicher verbundenen erhöhten Bildaufkommen den Speicher recht schnell leerfressen wird. Da vor Kurzem das Ende meines Mobilfunk-Vertrages anstand und ich mich nach günstigeren Konditionen umsah, stach mir die ersten Erfahrungsberichte aus USA zum neuen Nokia Lumia 1020 ins Auge. Es sollte der offizielle Nachfolger des bekannten 808 PureView werden.

Nokia 808 PureView (2012) – Quelle: Nokia

Das Nokia 808 PureView war Anfang letzten Jahres wie eine Bombe eingeschlagen, da es einen für ein Smartphone nicht für möglich gehaltenen Sensor beherbergte. 41 Megapixel auf einer Fläche von 1/1.2″. Die meisten auch sehr teuren Kompaktkameras hatten weitaus kleinere Sensoren an Bord. Allerdings auch mit deutlich weniger Pixeln, was am Ende im direkten Bild-Vergleich meistens den Ausschlag für die Kompaktkamera gab. Nichtsdestotrotz konnte man mit dem 808 Bilder schießen, gutes Licht vorausgesetzt, die einer Kompaktkamera und im Auflösungs-vermögen wenig nachstanden. Größter Kritikpunkt und auch ausschlaggebend für den schleppenden Verkauf war das verwendete „Symbian“ Betriebssystem, mit dem Nokia leider den Anschluss an „Android“ verpasst hatte.

Um den Kritikern dieses vermeintlichen Unsinns („…was braucht ein Handy 41MPx…, ….da nehm ich doch lieber meine Spiegelreflex…) ein wenig Paroli zu bieten: Eine Spiegelreflex passt nicht so gut in die Hosentasche und ja, ein Handy braucht sehr wohl viele Megapixel sofern es auf ein weit hervorstehendes Objektiv verzichten und trotzdem einen nahezu verlustfreien digitalen Zoom ermöglichen möchte. Und ein weiterer Vorteil: Bei Nachtaufnahmen wird durch die hohe Pixelanzahl beim anschließenden Herrunterrechnen auf das kleinere Endbild das Rauschen deutlich verringert und die Strukturtreue gegenüber anderen Handy-Kameras sichtbar verbessert.

Um es kurz zu machen. Das Lumia 1020 wurde mein neues Smartphone. Und ja, in GELB! Und wie sich die gelbe Flunder beim Fotografieren schlägt erzählt bald der zweite Teil.
Nokia Lumia 1020 PureView (2013) – Quelle: Nokia

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