Von Fuji zu Canon und zurück – Teil3

Die X-E1

Mehrere Monate nach der Einführung des X-Systems und der X-PRO1 kündigte Fujifilm einen zweiten X-Body an, die X-E1. Mit dem sehr eleganten Design und einer weiteren Farbvariante in Silber/Schwarz war sie ein echter Hingucker. Fujifilm übernahm einen Großteil der Funktionen der X-PRO1, verzichtete aber auf den optischen Sucher. Was sich im Nachhinein als wenig problematisch erwies, da der eingebaute elektronische Sucher auf der Höhe der Zeit war. Einzig die etwas träge Anzeige des Sucherbilds dämpfte die Freude ein wenig. Alles in allem war und ist die X-E1 eine kleine X-PRO1 mit allen positiven Eigenschaften der großen Schwester. Für mich war nun endlich klar. Das sollte meine neue Kamera werden!
Fujifilm X-E1 (Frontansicht) – Quelle: Fujifilm
Fujifilm X-E1 (Rückansicht) – Quelle: Fujifilm

Canon und oder Fuji?

Neue Kamera gut und schön. Allerdings benötigt man auch Objektive, um damit Bilder schießen zu können. Und auch hier lies Fujifilm nichts anbrennen. Mit der X-PRO1 wurden drei  überzeugende Festbrennweiten (18mm, 35mm, 60mm) veröffentlicht, die in den darauffolgenden Monaten durch weitere herausragende Gläser (14mm, 18-55mm, 55-200mm) ergänzt wurden. Für die Zukunft sind natürlich weitere Objektive (23mm, 10-24mm etc.) angekündigt, die dann nahezu jeden Fotografen zufriedenstellen sollten.

Nun hatte ich ja lange Jahre auf Canon gesetzt und war auch bisher sehr zufrieden mit der Ausrüstung. Allerdings nervten mich in letzter Zeit immer wieder das hohe Gewicht, dass man mit sich herumschleppen musste. Mit einer Canon 5D und 2 Normal-Zooms ist man gleich bei 2kg Taschengewicht angelangt. Selbst für kurze Städtetrips ist das einfach zu viel. Mit der Bildqualität meiner 5D bzw. 1D MkII war ich zwar auch zufrieden, dennoch nervten gerade bei Landschaftsaufnahmen die arg eingeschränkte Dynamik. Klar, man kann hier auf Filter bzw. HDR ausweichen. Hierfür benötigt man allerdings einiges an Vorbereitungszeit und die Nachbearbeitung ist nicht weniger aufwendig. Hier sind andere Kamerahersteller, wie Nikon, Sony und mittlerweile auch Fujifilm, an Canon vorbeigezogen. Und abgesehen von den überteuren Profimodellen, tat sich bei der Bildqualität auch recht wenig. Im Gegenteil. Canon setzte bei den Einstiegsmodellen bis hin zur semi-professionellen 7D über mehrere Jahre auf den gleichen und mittlerweile nicht mehr konkurrenzfähigen 18MPx-Sensor. Zumal auch die langerwartete und erste spiegellose Canon, die EOS M, leider ein Rohrgrepierer zu werden schien. Für mich war nun endlich die Zeit gekommen zu entscheiden, ob ich weiter auf Canon (z.B. 6D) setzen bzw. etwas Neues auszuprobieren sollte. Und da kam wie gesagt Fujifilm mit dem X-Trans-Sensor…

Fujifilm X-E1 – Quelle: Fujifilm

Weg mit dem überflüssigen Zeug

Nach und nach verkaufte ich Teile meiner Canon-Ausrüstung und beschränkte mich nur noch auf die notwendigen Dinge bzw. Objektive. Letztlich war das eigentlich schon längst überfällig gewesen, da ich nur noch eine Handvoll an Objektiven überhaupt noch verwendete. Der Erlös verwandelte sich dann in eine X-E1 mit 18-55mm „Kit“ und mittlerweile noch drei zusätzlichen Fuji-Objektiven.  Und Weitere sind in der Planung. Die Schultertasche mit Kamera und 4 Objektiven wiegt nun knapp über 1kg.

2 Gedanken zu “Von Fuji zu Canon und zurück – Teil3

  1. Die Fujifilm XE1 kann schon begeistern. Kommend von der Nikon D90 kaufte ich mir die Fuji und testete sie für einige Tage. Leider genügte der Autofocus meinen Ansprüchen überhaupt nicht. Auch lag sie nicht gut in der Hand und der elektronische Sucher ist nicht meines. So kam es das die Fuji zurück ging und die Nikon D600 wurde es dann.

  2. Hallo Norbert, vielen Dank für deinen Kommentar. Ich kann deine Entscheidung durchaus nachvollziehen. Für mich war die Bildqualität und auch die Größe der Kamera entscheident. Und hier liegt Fuji sicher ganz vorne. Allerdings sind langsame Autofokus, gerade wenn man von einer DSLR kommt, sicher für viele ein gewichtiger Kritikpunkt. Hier hat Fuji vor zwei Tagen per Firmware ordentlich nachgelegt. Die Autofokus-Geschwindigkeit ist nun wirklich auf der Höhe andere System-Kameras und deutlich näher ans DSLR-Niveau herangekommen. Mit den AF meiner Canon 5D kann sie mittlerweile, auch bei wenig Licht, sehr gut mithalten. Und das reicht mir persönlich vollkommen aus. Bis Fuji vielleicht durch eine X-E2 oder X-PRO2 nachlegt verwende ich weiterhin bei Action meine Canon 1D MkII. Der elektronische Sucher ist sicher Geschmacksache. Wenn man sich darauf einläßt, dann funktioniert er sehr zuverlässig und hat viele Einblendungsmöglichkeiten. Für micht ist die X-E1 mittlerweile nicht mehr wegzudenken.

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